Sonntag, 23. August 2009

Alexandra Potter - Me and Mr Darcy (Ein Mann wie Mr Darcy)



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Inhalt:

Emily Albright ist die Managerin eines kleinen Buchladens in New York. In ihrem Beruf ist sie sehr erfolgreich, was Männer angeht eher weniger. Vielleicht liegt es daran, dass sie lieber zuhause bleibt und liest, als auszugehen, oder dass sie jeden Mann, der ihr über den Weg läuft, mit ihrem Traummann Mr Darcy aus Jane Austens "Stolz und Vorurteil" vergleicht. Ihre Freundin Stella hat bald genug davon und will Emily dazu überreden über Silvester nach Mexico zu fliegen, um dort in den Clubs jemanden kennenzulernen. Glücklicherweise hat Emily schon andere Pläne: Eine Tour durch England auf den Spuren von Jane Austen. So verbringt sie eine Woche lang mit vielen älteren Damen, einem ätzenden Journalisten namens Spike, und tatsächlich auch Mr Darcy.

Meine Meinung:

Von der ersten Seite an war mir Emily sympathisch. Sie ist Managerin eines Buchladens, liest gerne und viel und hat Humor. Die Meinung, dass Mr Darcy der Traummann schlechthin ist, teile ich zwar nicht unbedingt, aber das tut der Geschichte keinen Abbruch.
Auch ihre Entscheidung lieber eine Woche in England zu verbringen bei einer Literaturtour, als eine Woche in den Clubs des heißen Mexico kann ich nachvollziehen.
Allein schon die Idee ein Buch darüber zu schreiben, dass eine Person einen Buchcharakter trifft finde ich toll, wenn es dann noch so gut umgesetzt wird, finde ich das noch besser.
Die ganze Geschichte ist zugegebenermaßen sehr vorhersehbar, vor allem, da unter all den alten Frauen bei der Tour genau ein Mann ist und die Geschichte auch noch praktisch eine moderne Version des Romans von Jane Austen ist. Wer also "Stolz und Vorurteil" gelesen hat, wird viele Parallelen erkennen, schon bevor Emily sie bemerkt.
Was mir wahrscheinlich am besten gefallen hat, war der Schreibstil. Wobei ich glaube, dass dies kaum in die deutsche Übersetzung übernommen werden kann, zumindest nicht so schön wie es im englischen Original ist. Das liegt vor allem daran, dass es oft darum geht, dass Emily Amerikanerin ist mit dem entsprechenden Akzent und es im britischen viele Wörter gibt, die einfach vollkommen anders sind. Wer also kann, dem empfehle ich, die Originalausgabe zu lesen.
Obwohl das Ende vorhersehbar war, fand ich es doch sehr gelungen und sehr schön umgesetzt. Vor allem die "Botschaft", die dahintersteckt ist eindeutig: Leseratten, haltet euch in manchen Dingen doch lieber an die Wirklichkeit!
Alles in allem ist "Me and Mr Darcy" zwar keine anspruchsvolle Literatur, aber trotzdem gute Unterhaltung. Witzig, romantisch und für Fans von "Stolz und Vorurteil" eigentlich ein Muss.

Bewertung: 5/5

1 Kommentar:

  1. Kennst Du Romane von Jasper FForde, insbesondere die Thursday-Next-Reihe? Thursday Next ist, sagen wir mal eine Polizistin in einem etwas anderen England und überwacht z.B. die Unversehrtheit der in Romanen niedergeschriebenen Geschichten. Z.B. im ersten Teil der Reihe "Jane Eyre". Es ist aberwitzig, skurill, verrückt, seltsam und trotzdem, wie ich finde, unwiderstehlich :)

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